Brainwave entrainment for better sleep and post-sleep state of young elite soccer players – a pilot study.

Deutschsprachige Zusammenfassung der Studie Brainwave entrainment for better sleep and post-sleep state of young elite soccer players – a pilot study die im Issue 5, 2014 des European Journal of Sport Science veröffentlicht wurde.

Binaural Beats entstehen, wenn den beiden Ohren Schall mit leicht unterschiedlichen Frequenzen zugeführt wird. Dabei dürfen die Unterschiede zwischen den beiden Frequenzen nicht mehr als 30Hz betragen. Ansonsten würde man nicht, einen sondern zwei Töne hören.

Erst das Gehirn wandelt die beiden unterschiedlichen Frequenzen in einen Ton um. Wird das linke Ohr mit einer Frequenz von 330 Hz und das rechte Ohr mit einer Frequenz von 320 Hz beschallt, erzeugt das Gehirn aus den beiden Frequenzen eine mittlere Frequenz von 325 Hz. Binaural Beats sind somit eine akkustische Täuschung.1

Lange Zeit galten Binaural Beats bloß als physikalische Kuriosität. In den letzten Jahren gab es jedoch immer mehr Hinweise darauf, dass die Beats Einfluss auf die Hirnwellen des Menschen nehmen können.

Im schlafenden Zustand weisen die Hirnwellen andere Frequenzen auf, als im wachen Zustand. Mit Binaural Beats könnte man nun auf die Frequenz der Hirnwellen Einfluss nehmen und somit das Einschlafen erleichtern.2

Diese Annahme war lange Zeit ungeprüft. Im Jahr 2013 führten Abeln, Kleinert, Strüder und Schneider schließlich die besagte Studie Brainwave entrainment for better sleep and post-sleep state of young elite soccer players – a pilot study durch.

Wissenschaftliche Studie über Binaural Beats – Zusammenfassung

Die Motivation für die Durchführung der Studie lautete folgendermaßen:

„Die Wirkung von Schlafentzug auf die psychologische Leistungsfähigkeit und auf das Wohlbefinden ist in der Vergangenheit umfassend untersucht worden. Studien die hingegen die Wirkung von Schlafverbesserung nachprüfen sind selten. Genauso selten sind Versuche die Befindlichkeit und Leistung von Athleten durch eine Verbesserung der Schlafqualität zu messen.“

Dabei wurde versucht „nachzuweisen, ob die Schlafqualität von Top-Athleten durch die Aufnahme von auditorischen Gehirnwellen verbessert werden kann, und ob diese Maßnahme zu einer Verbesserung der psychologische Leistungsfähigkeit nach dem Schlaf führt.

Um zu den Ergebnissen zu gelangen, gingen die Forscher folgendermaßen vor:

„In dieser Pilotstudie wurden 15 junge Profi-Fußballspieler acht Wochen lang, während des Schlafens mit Binaural Beats, die eine Frequenz von 2-8 Hz aufwiesen, stimuliert. Einmal wöchentlich nach dem Aufwachen mussten die Teilnehmer drei Unterschiedliche Fragebögen ausfüllen: Ein Schlaf-Tagebuch, eine Adjektivliste die den psychologischen Zustand und die Motivation abbildete und eine Selbsteinschätzung der Schlaf- und Aufwachqualität.

15 Sportstudenten führten die gleichen Schritte durch, wurden jedoch nicht mit Binaural Beats stimuliert.“

Wissenschaftliche Studie über Binaural Beats – Ergebnis

Die Ergebnisse der Studie bestätigten die meisten Erwartungen:

„Die subjektive Bewertung der Schlaf und Aufwachqualität, der Schläfrigkeit und der Motivation verbesserte sich nur bei der Binaural-Beats-Gruppe signifikant. Es konnte jedoch kein Einfluss auf den wahrgenommenen physischen Zustand festgestellt werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass acht Wochen auditorische Stimulation mit Binaural Beats die wahrgenommene Schlafqualität und den psychologischen Zustand nach dem Aufwachen verbesserten, wobei der Effekt auf physischer Ebene vermutlich erst zeitversetzt eintritt. Aus diesem Grund scheint es angebracht, weitere Langzeitauswirkungen und Konsequenzen von Binaural Beats auf die physische und mentale Leistung zu untersuchen.“

Lesen Sie hier die Original-Studie: Abeln V, Kleinert J, Strüder HK, Schneider S. Brainwave entrainment for better sleep and post-sleep state of young elite soccer players – A pilot study. Eur J Sport Sci. 2013 Jul 18.

1.  J. C. R. Licklider, J. C. Webster und J. M. Hedlun (1950), On the Frequency Limits of Binaural Beats, Acoustical Society of America

2. Miriam Rodéhn Fox (1998), The importance of sleep, Nursing Standard. 13, 24, 44-47

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